Die Arbeit unternimmt den interessanten Versuch, diez zwei großen Strömungen der Filmtheorie zu verbinden: Psychoanalyse und philosophische Bildtheorie.
Im Hinblick auf einen vergleichenden Bezug zu der zeitphilosophiscen Filmtheorie von Gilles Deleuze werden die bildhaften und sprachlicen Aspekte des Gedächtnisses und des Films, wie sie enmal in Anschluss an die Linie Freud/Lacan und zum anderen bei Bergson/Deleuze entwickelt werden, diskutieret. Hierbei geht es um die Konfrontation von sprachlichen versus visuellen Bildtheorien als Spannung von Sag- und Sichtbarem bzw. Semiotik und Zeitphilosophie in Bezug zur Filmtheorie. Das Kino wird hier seit Bergson und in der Tradition von Freuds optisch-aparativen Metaphern zu einer Art piece de resistance, welches der Konzeption des Deleuzschen Kristalll-Bildes entspricht. Dieses theoretische Modell zeichnet sich durch sein prekäres Verhältnis der sichtbaren Welt zu ihrer logischen Erfassung in sprachlichen, also arbiträren Zeichen aus.
Über das Deleuzsche Kristall-Bild entsteht schließlich eine Verbindung der Gedankenmodelle Freuds, Bergsons und Deleuzes, das Kino und seine Theorien jedoch bleiben in diseme Spannungsverhältnis stecken.
Stefanie Schmidt wurde 1977 in Hannnover geboren. Sie studierte Filmwissenschaften, Neue deutsche Literatur und Psychologie in Berlin, Barcelona und Amsterdam. Stefanie Schmidt lebt und arbeitet derzeit in Berlin.
published by AVINUS Press, Berlin
ISBN 3-930064-59-6
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